113. Deutscher Bädertag in Bad Pyrmont

Heilbäder und Kurorte - Säulen der Gesundheitswirtschaft. Einige Zahlen

Ernährung, Bewegung und Freizeit - diese Bereiche werden heute unter dem Aspekt der Gesundheit gestaltet. Gesundheit wird längst nicht mehr nur der (Apparate-) Medizin überlassen. Für die Gesundheit kann und muss man selber etwas tun. Dazu gehört immer stärker der Bereich Heilbäder und Kurorte. So konnte der Deutsche Heilbäderverband e.V. (DHV) bei seinem 113. Bädertag in Bad Pyrmont beeindruckende Zahlen vorlegen.

In über 350 staatlich prädikatisierten Heilbädern und Kurorten werden in Deutschland stationär mehr als drei Millionen Bürger auf höchstem Niveau versorgt. Hinzu kommen mindestens noch einmal so viele ambulant versorgte Patienten und Gäste. Die präventive Gesundheitsvorsorge verzeichne seit Jahren eine kontinuierlich wachsende Nachfrage, so Brigitte Goertz-Meissner, Präsidentin des DHV beim 113. Deutschen Bädertag in Bad Pyrmont. Es ist nicht übertrieben, wenn der DHV die deutschen Heilbäder und Kurorte mit ihren international anerkannten, auf Ganzheitlichkeit abzielenden Gesundheitskonzepten als starke Säulen der Gesundheitswirtschaft herausstellt.

In Zahlen bedeutet das: Die deutschen Heilbäder und Kurorte erwirtschaften im Jahr einen Bruttoumsatz von 25 Milliarden Euro. „Das bedeutet, Heilbäder und Kurorte leisten einen Beitrag in Höhe von 2,3 Milliarden Euro p. a. zum Steueraufkommen“, so Herbert Renn, Geschäftsführer des DHV.

Eine noch höhere Bedeutung bekommen die Zahlen, wenn man bedenkt, dass die Umsätze vornehmlich in ländlichen Regionen erwirtschaftet werden. Die Heilbäder und Kurorte bieten in strukturell oft schwachen Regionen insgesamt 500.000 sichere, nicht exportierbare und qualifizierte Arbeitsplätze.

Angesichts dieser Zahlen verwundert es nicht, dass der DHV mit seinen Mitgliedern ein Umdenken von den Kostenträgern sowie der Politik fordert. Über Sparen reden viele, über Prävention und Reha vor Pflege noch zu wenige.

 

Georg Hail

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